Nationalparkgemeinde  
 

Neuschönau

Die Gemeinde Neuschönau wird von den Orten Neuschönau, Altschönau, Schönanger und Waldhäuser gebildet. Die Höhenlage der Gemeinde reicht von 630 m bis 1.373 m auf dem Lusen. Der frühere Ortsname Neuschönaus, die Kaiserhütte, zeugt von der Vergangenheit als Glasmacherstätte vom Ende des 14. Jahrhunderts bis zur Stillegung der letzten Glashütte 1844.

Die Gemeinde Neuschönau ist zentraler Ausgangspunkt im Nationalpark Bayerischer Wald. Am Ortsrand von Neuschönau befindet sich das Informationszentrum Hans-Eisenmann-Haus und das Tier-Freigelände mit seinen Rundwegen. Auf dem Gemeindegebiet liegen zahlreiche gut markierte Wanderwege und mehrere markierte Radwanderwege.

Am Ortseingang von Neuschönau befindet sich der gemeindliche Landschaftsweiher mit Bademöglichkeiten und Erholungsgelände. Im Winter sind viele Langlaufloipen gespurt und zahlreiche Winterwanderwege geräumt. Zwei Lifte in Waldhäuser und ein Skilift in Neuschönau bieten alpine Skimöglichkeiten.

     
     
     
   

Spiegelau

Das Gebiet der Gemeinde Spiegelau mit dem traditionellen Glasmacherort Spiegelau und den Ortschaften Klingenbrunn und Oberkreuzberg liegt auf einer Höhe von 620 m bis 1.453 m auf dem Rachel. Die Glasindustrie hat seit 1521 in Spiegelau ihre Tradition und bildet noch heute den Haupterwerbszweig der Gemeinde mit der Glasproduktion in der Kristallglasfabrik Spiegelau.

     
     
     
 

Grafenau

Der Luftkurort Grafenau auf einer Höhe von 610 - 700 m ist die ehemalige Kreisstadt des Altlandkreises Grafenau. Grafenau wurde bereits 1376 zur Stadt erhoben und ist somit die älteste Stadt des Bayerischen Waldes. An die Bedeutung des Salzhandels über den Lusen von Bayern nach Böhmen erinnert das alljährliche Säumerfest am ersten Augustwochenende.

Der historische Stadtplatz ist einer der schönsten des Bayerischen Waldes und lädt mit seiner vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten zum Bummeln ein.

     
     
     
   

Museen am Nationalpark

   

Die wichtigsten Museen am Nationalpark sind:

Waldgeschichtliches Museum in St. Oswald
(Telefon: 0 85 52 / 96 11 36)

Freilichtmuseum in Finsterau
(Telefon: 0 85 57 / 9 60 60)

Schnupftabakmuseum in Grafenau
(Telefon: 0 85 52 / 21 00)

Bauernhaus-Museum in Grafenau
(Telefon: 0 85 52 / 33 18)

Jagd- und Fischereimuseum in Freyung
(Telefon: 0 85 51 / 5 71 09)

Europäisches Wappenmuseum in Schönberg
(Telefon: 0 85 54 / 94 16 57)

Glasmuseum in Frauenau
(Telefon: 0 99 26 / 94 00 35)

Waldmuseum in Zwiesel
(Telefon: 0 99 22 / 6 08 88)

     
     
     
    Nationalpark Bayerischer Wald
 

Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde 1970 als erster deutscher Nationalpark auf einer Fläche von 13.000 Hektar gegründet und 1997 nach Nordwesten auf 23.250 Hektar erweitert. Damit ist er jetzt der größte Waldnationalpark Mitteleuropas. Er erstreckt sich entlang der Grenze zu Tschechien, wo im angrenzenden Böhmerwald 1991 der Nationalpark Sumava errichtet wurde.

Zu den wichtigsten Besuchereinrichtungen des Nationalparks gehören das Informationszentrum Hans-Eisenmann-Haus mit Pflanzen- und Gesteins-Freigelände, das Tier-Freigelände, das Waldspielgelände mit Naturerlebnispfad, der Seelensteig und der Aufichtenwald-Pfad.

Über 300 km gut markierte Wanderwege erschließen die charakteristischen Lebensräume des Nationalparkgebietes.

     
     
     
  Winterzauber am Nationalpark  
 

Der Winter am Nationalpark ist lang und ausgeprägt, die schneesichere Höhenlage bietet viele Winterfreuden. Im zauberhaften verschneiten Wald findet der Erholungssuchende bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel Ruhe und Entspannung.

Die Erkundung der Nationalparkgipfel Lusen, Rachel und Falkenstein in der kalten Jahreszeit ist zwar ein anstrengendes, aber begeisterndes Erlebnis. Die Belohnung für den Aufstieg ist die unvergessliche Fernsicht und die unberührte Stille im winterlichen Gewand der Bayerwaldberge.

Für den sportlichen Wintergast ist alpiner Skilauf an den Skiliften der Nationalparkgemeinden möglich. Das größte Skizentrum des Landkreises mit mehreren Liften und ausgedehnten Abfahrten ist Mitterfirmansreut. Weitere Skizentren sind der Arber sowie der Hochficht in Oberösterreich.

Die Hauptattraktion der kalten Jahreszeit ist das weitreichende Loipennetz für Skiwanderungen und den Skilanglauf, ausführliche Winterkarten und Loipenbeschreibungen hält das Verkehrsamt Neuschönau bereit.

     
     
     
     
 

Der Lusen

Über die imposante Granitkuppel des Lusen ranken viele Legenden. Neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge handelt es sich um ein Felsblockfeld, das durch Frostsprengungen während der Eiszeit entstanden ist.

Der markanteste Gipfel des Bayerischen Waldes besticht mit seiner einzigartigen Geographie und bei klarem Wetter mit seinem herrlichen Blick über den gesamten Böhmerwald und weit über den Bayerwald hinaus bis zu den Alpen.

Mehrere markierte Wege erschließen dem Wanderer die weiten Lagen des Berfichtenwaldes.

Ausgehend vom Lusenparkplatz beträgt die Wegstrecke des Rundweges ca. 4 1/2 km mit einer Wanderzeit von 2 Stunden.

     
     
     
 

Der Rachel

Der Rachel ist mit 1.453 m der höchste Berg des Nationalparkgebietes. Der idylisch gelegene Rachelsee ist der höchstgelegene See im Bayerischen Wald und ein spektakuläres Relikt der Eiszeit. Umrahmt von einem Urwaldgebiet in der steilen Seewand schweift der Blick vom Rachelsee über den Bergmischwald hinauf zum dunklen Fichtenwald auf den großen Rachel.

Eine lohnende Wanderung stellt die Begeisterung des Rachelgipfels dar.

Die Wegstrecke beträgt 10 km, für die Wanderung sollte man sich ca. 4-5 Stunden Zeit nehmen.

Ein teilweise steiler Anstieg führt vom Gfäll hinauf zum Waldschmidthaus mit Einkehrungsmöglichkeit und Aussichtspunkt zum Rachelsee. Weiter über Steintreppen geht es dann zum Rachelgipfel mit seinem charakterischen Felsformationen und seiner beeindruckenden Aussicht.

 

     
     
     
 

Der Arber

Der Arber ist mit 1.456 m der höchste Berg des Bayerischen Waldes. Zusammen mit der Erkundung des Großen Arbersees und anschließendem Besuch des Silberbergwerkes bei Bodenmais ist er für Kinder und Erwachsene ein gleichermaßen lohnendes Ausflugsziel.

Nach der Bergauffahrt erreicht man den Großen Arbersee. Dieser herrliche Waldsee kann mit einem schönen Spaziergang umrundet werden.

Mit einem Sessellift wird das Besucherbergwerk erreicht, hier erfolgt eine interessante Tour in das Berginnere eines ehemaligen Erzbergwerkes mit seiner mittelalterlichen Geschichte.